Bürgerrechtler: Amazon soll sein Gesichtserkennungsprogramm nicht Regierung zur Verfügung stellen

Bürgerrechtler: Amazon soll sein Gesichtserkennungsprogramm nicht Regierung zur Verfügung stellen
Polizist mit einer Videokamera (Symbolbild)
Die US-amerikanische Bürgerrechtsorganisation ACLU hat den Online-Versandhändler Amazon dazu aufgefordert, sein Gesichtserkennungsprogramm "Rekognition" nicht mehr den US-Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung zu stellen. Die Organisation bezeichnet die Technologie als ein "mächtiges Überwachungssystem" und warnt vor einer "Gefahr für die Demokratie". Der ACLU zufolge habe Amazon nun offiziell das Überwachungsgeschäft betreten.

In einem offenen Brief erklärt die Bürgerrechtsorganisation, Amazon habe ein "leistungsstarkes und gefährliches Gesichtserkennungssystem" entwickelt und helfe aktiv Regierungen, dieses einzusetzen. Bei dem System handele es sich um ein Produkt, das die Bürgerfreiheiten und -rechte gefährde. Mithilfe von künstlicher Intelligenz kann die Software Menschen identifizieren, verfolgen und bis zu 100 Gesichter auf einer einzigen Aufnahme analysieren. In der Produktbeschreibung wird Rekognition als "einfache und genaue Möglichkeit" bezeichnet, um Menschen zu überwachen.

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