Fehler der Justiz: Unschuldiger verbringt 18 Jahre hinter Gittern

Fehler der Justiz: Unschuldiger verbringt 18 Jahre hinter Gittern
Fehler der Justiz: Unschuldiger verbringt 18 Jahre hinter Gittern (Archivbild)
Die polnische Justiz hat ihren Irrtum zugegeben und einen zu 25 Jahren Gefängnis verurteilten Mann nach 18 Jahren hinter Gittern freigesprochen. Nun haben die Ermittler einen neuen Verdächtigen. Die Untersuchung wird wiederaufgenommen.

Vor 18 Jahren erfror in einem polnischen Städtchen ein 15-jähriges Mädchen, nachdem es vergewaltigt worden war. Der Verdacht fiel auf den damals 23-jährigen Tomasz Komenda. Ein Gericht befand den jungen Mann für schuldig und verurteilte ihn zu 25 Jahren Haft. Vor kurzem aber kamen im Fall neue Umstände an den Tag, darunter einige Gutachten, welche die Unschuld des Verurteilten belegten. Das Oberste Gericht der Republik Polen hob das Urteil auf. Als Tomasz Komenda den neuen Richterspruch hörte, reagierte er äußerst emotionell: Der nun Vierziger legte sein Gesicht in die Hände und brach in Tränen aus. Der Mann hat jetzt ein Recht auf eine Entschädigung für die 18 langen Jahre im Gefängnis. (RIA Nowosti)

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