Polnische Minister müssen Kredite aufnehmen – um Prämien zurückzuzahlen

Polnische Minister müssen Kredite aufnehmen – um Prämien zurückzuzahlen
Polnische Minister müssen Kredite aufnehmen – um Prämien zurückzuzahlen (Symbolbild)
Über eine Lohnzulage freut man sich immer. Polnische Minister haben nun gelernt, wie es sich anfühlt, wenn man sie zurückzahlen muss. Vor kurzem ist in Polen eine Diskussion über die Prämien für die Regierungsmitglieder aufgeflammt. Als Beata Szydło im letzten Jahr noch Ministerpräsidentin war, bekamen manche Politiker diese Zuschüsse.

Im April beschloss die Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), dass die Regierungsbeamten den vollen Betrag an eine Wohltätigkeitsorganisation überweisen müssen. Einige Minister gaben zu, das Geld bereits ausgegeben zu haben. Das scheint aber keine Entschuldigung zu sein. Allerdings ist die Finanzlage der Politiker so kritisch, dass viele von ihnen auf Kredite angewiesen sind.

"Ich musste dafür ein Darlehen über 20.000 Zloty aufnehmen", zitierte der Fernsehsender TVN24 den  stellvertretenden Verteidigungsminister Michał Dworczyk. Laut seiner Aussage habe er die restlichen Schulden in Höhe von 10.000 Zloty durch den Verkauf seines Autos abgedeckt.

Für eine Überweisung haben die Beamten noch bis zur Mitternacht Zeit.

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