Google-Mitarbeiter kündigen aus Protest gegen Zusammenarbeit mit Pentagon

Google-Mitarbeiter kündigen aus Protest gegen Zusammenarbeit mit Pentagon
Google-Mitarbeiter kündigen aus Protest gegen Zusammenarbeit mit Pentagon (Symbolbild)
Etwa ein Dutzend Google-Mitarbeiter hat beim IT-Riesen gekündigt – aus Protest gegen die Teilnahme Googles an einem Programm namens "Project Maven". Für Google sei dies ein Novum, vermeldet der Gadget-Blog Gizmodo mit Verweis auf Quellen innerhalb der Firma.

Im Rahmen des Programms forscht Google für das US-Militär an einer künstlichen Intelligenz, die in der Lage sein soll, auf von Drohnen aufgenommenen Videos leblose Objekte von Menschen zu unterscheiden. Die Mitarbeiter, die Google verlassen, gaben dem Bericht zufolge als Begründung an, sie könnten die Zusammenarbeit mit dem Pentagon nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren: Eine falsche Analyse könne zu tödlichen Fehlentscheidungen führen, und deswegen hätten Menschen und nicht Algorithmen sich damit zu beschäftigen. Davon abgesehen sollte Google ihrer Meinung nach überhaupt nicht an Militärprojekten arbeiten.

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Die Teilnahme Googles am "Project Maven" wurde im März 2018 bekannt. Im April verfassten Mitarbeiter des IT-Riesen eine interne Petition mit der Forderung, die Zusammenarbeit mit dem Pentagon einzustellen und eine Firmenpolitik bezüglich der Teilnahme an Militärprojekten zu beschließen. Bis dato sind dafür etwa 4.000 Unterschriften gesammelt worden.

Weltweit haben 90 Wissenschaftler der Bereiche Informatik, Künstliche Intelligenz und Ethik in einem offenen Brief die Forderung der Google-Mitarbeiter unterstützt. Die NGO Tech Workers Coalition, der IT-Spezialisten in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Washington angehören, hat weitere Großunternehmen dazu aufgefordert, ihre Mitarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium einzustellen.

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