US-Universität verliert ein Gramm Waffenplutonium und muss 8.500 Dollar Strafe zahlen

US-Universität verliert ein Gramm Waffenplutonium und muss 8.500 Dollar Strafe zahlen
US-Universität verliert ein Gramm Waffenplutonium und muss 8.500 Dollar Strafe zahlen (Symbolbild)
Der Idaho State University ist ein Stück Waffenplutonium abhandengekommen. Die US-amerikanische Atomaufsichtsbehörde NRC deckte bereits am 7. Februar grobe Unregelmäßigkeiten in der Inventur auf. Am Freitag belegte sie die Bildungsstätte mit einer Strafe in Höhe von 8.500 US-Dollar.

Zuletzt war das abhandengekommene Ein-Gramm-Stück Plutonium 239 in einer Inventur vom 23. November 2003 aufgelistet worden. Es sollte zusammen mit weiteren 13 Gramm Metall entsorgt werden. Dennoch fand die Aufsichtsbehörde bei einer Überprüfung im Jahr 2017 keine schriftlichen Belege dafür, dass das giftige und radioaktive Material tatsächlich sachgemäß vernichtet worden war. "Wir vermuten, dass es letzten Endes doch in einer Deponie für radioaktive Abfälle gelandet ist", sagte der NRC-Sprecher Victor Dricks dem Nachrichtenportal Live Science. Er könne zwar nicht behaupten, dass der Verlust von Waffenplutonium keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstelle. Es handele sich jedoch wahrscheinlich nur um einen Fehler in der Dokumentation. In einem Kommentar für die Nachrichtenagentur Associated Press teilte Dricks mit, dass man aus einem Gramm Plutonium 239 zwar keine herkömmliche Atomwaffe basteln könne, dafür aber eine "schmutzige" Bombe. (Live Science/AP)

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