"Lasst uns in Frieden tanzen": Stripperinnen in Israel kämpfen gegen geplante Schließung aller Clubs

"Lasst uns in Frieden tanzen": Stripperinnen in Israel kämpfen gegen geplante Schließung aller Clubs
"Lasst uns in Frieden tanzen": Gesetzentwurf soll israelische Stripperinnen Callgirls gleichstellen (Symbolbild)
Am Donnerstag hat auf den Straßen von Tel Aviv eine ganz ungewöhnliche Protestaktion stattgefunden. Maskiert und ohne Megaphone haben israelische Stripperinnen auf eine neue Gesetzesvorlage reagiert, die eine rechtliche Gleichstellung der Tänzerinnen mit Prostituierten vorsieht. Die Frauen lehnten sich empört gegen die Initiative auf und verteidigten inbrünstig ihre Rechte auf freie Berufswahl.

Der Gesetzentwurf sei von der Abgeordneten der Partei Meretz in der Knesset, Michal Rozin, ausgegangen, teilte die Zeitung Haaretz mit. Obwohl Prostitution in Israel nicht illegal ist, sollen sowohl alle Bordelle als auch Striplokale unter den neuen Vorschriften als illegal erklärt werden. Dasselbe würde für jegliche Werbe- und Lobbykampagnen gegenüber Striptease gelten. Dies würde zur Schließung der Clubs führen und die Stripperinnen ihres relativ sicheren Arbeitsumfelds berauben.

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Die Tänzerinnen trugen Plakate mit dem Motto "Lasst uns in Frieden tanzen" und beharrten darauf, ihren Beruf selbst wählen zu dürfen und von niemandem ausgebeutet zu werden. Manche Frauen behaupteten, akademische Hochschulgrade zu besitzen, sich aber trotzdem dafür entschieden zu haben, ihren Lebensunterhalt mit Striptease zu sichern. "Ich mag meinen Job und bin stolz darauf. Ich könnte mit vielen anderen Sachen Geld verdienen, ich überlege mir gerade, einen Master zu machen. Der Job ist genau das, was mir gerade am besten passt. Warum fällt es Menschen so schwer, das zu verstehen?", zitierte das Blatt eine Teilnehmerin der Proteste.

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