Wien: Leukämiekranker mit Mundschutz gerät wegen Burkaverbots in Polizeisperre

Wien: Leukämiekranker mit Mundschutz gerät wegen Burkaverbots in Polizeisperre
Wien: Leukämiekranker mit Mundschutz gerät wegen Burkaverbots in Polizeisperre (Symbolbild)
Der 26-jährige Österreicher Valentin, der seit einem Jahr wegen kürzlich diagnostizierter akuter lymphatischer Leukämie um sein Leben kämpft, wurde in der vergangenen Woche mit einer neuen Herausforderung konfrontiert. Mit einem Mundschutz, den ihm sein Arzt verschrieben hatte, hat er ganz unerwartet beinahe gegen das österreichische Vermummungsverbot verstoßen - und ist nur knapp einer Strafe entkommen.

In der Stadtmitte Wiens sei Valentin plötzlich auf eine Polizeikontrolle mit zehn Beamten gestoßen und habe Beweise für seine lebensgefährliche Krankheit erbringen müssen, schreibt das Portal VICE. Kurioserweise soll er zuvor bereits mit seinem Arzt diese Möglichkeit erörtert haben. "Aber der meinte damals nur lachend, dass der Mundschutz wohl selbsterklärend sei", so der Betroffene.

Mehr zum Thema - Medienbericht: "Burkaverbot" in Österreich trifft weltliche Verhüllungen häufiger als religiöse

"Das Erste, wonach sie mich gefragt haben, war, ob ich Deutsch spreche oder etwa Ausländer bin", zitiert die Webseite Valentin. In einer "ziemlich aufreibenden Prozedur" soll der Wiener den Polizisten seine Medikamente samt Bluttests von seinem Handy vorgewiesen haben und schließlich mit einer Warnung statt einer 80-Euro-Strafe davongekommen sein.