Israels Armee zerstört Haus von Palästinenser nach Anschlag auf Rabbiner

Israels Armee zerstört Haus von Palästinenser nach Anschlag auf Rabbiner
Israels Armee zerstört Haus von Palästinenser nach Anschlag auf Rabbiner (Archivbild: 21. Januar, 2016)
Israelische Truppen haben in der Nacht zum Dienstag das Haus eines mutmaßlichen palästinensischen Attentäters im nördlichen Westjordanland zerstört. Während des Einsatzes in Dschenin sei es zu Konfrontationen mit Einwohnern gekommen, teilte die Armee mit. Dabei sei eine Soldatin leicht durch Schüsse verletzt worden.

Dem Palästinenser Ahmed Kunba wird vorgeworfen, Mitglied einer Terrorzelle zu sein, die im Januar im Westjordanland einen Rabbiner erschossen hatte. Bei dem Anschlag im Januar hatten Angreifer das Feuer auf ein Auto eröffnet, in dem der 35 Jahre alte Rabbiner und sechsfache Vater unterwegs war. Im Februar teilte die Armee dann mit, der Anführer der Zelle sei erschossen worden. Bei der Suche nach dem Täter und seinen Komplizen waren bereits zwei Palästinenser getötet worden.

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Menschenrechtler kritisieren die Häuserzerstörungen, die Israel als Mittel der Abschreckung rechtfertigt. Oft wohnen in den betroffenen Häusern die Familien der Attentäter, die infolgedessen obdachlos werden. (dpa)

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