Studie: Naturkatastrophen forderten 2017 weniger Tote, aber höchste Kosten seit Fukushima 2011

Studie: Naturkatastrophen forderten 2017 weniger Tote, aber höchste Kosten seit Fukushima 2011
Frau mit ihrem Sohn nach dem Hurrikan Maria in Puerto Rico
Laut der jüngsten Studie des Brüsseler Forschungszentrums für Epidemiologie von Naturkatastrophen (CRED) waren die 318 Naturkatastrophen, die im Jahr 2017 passierten und 122 Länder betrafen, mit 9.503 geforderten Menschenleben wesentlich weniger tödlich im Vergleich zum Jahresdurchschnitt von 68.000 Toten im Zeitraum zwischen 2007 und 2016. Der dadurch entstandene wirtschaftliche Schaden überbot jedoch alle Rekorde – mit Ausnahme des Jahres 2011 mit der Fukushima-Katastrophe.

Den größten Teil der eingebüßten 314 Milliarden US-Dollar hätten die Hurrikans Harvey (95 Milliarden Dollar), Irma (66 Milliarden Dollar) und Maria (69 Milliarden Dollar) verbucht, die im vergangenen Jahr mehrere US-Staaten und die Karibik verwüstet haben. "Fast 90 Prozent der Todesfälle im Jahr 2017 waren auf klimatologische, hydrologische und meteorologische Katastrophen zurückzuführen. Um die 60 Prozent aller Katastrophen bildeten Überschwemmungen, wobei 85 Prozent des wirtschaftlichen Schadens durch Stürme entstanden sind", verlautet es aus dem Bericht.

Ähnlich wie in den Vorjahren seien die meisten Naturkatastrophen – etwa 43 Prozent – auf dem asiatischen Kontinent aufgetreten, die meisten davon in China. In Bezug auf menschliche Verluste soll Indien mit 2.300 Todesopfern und 22,5 Millionen Betroffenen am höchsten belastet worden sein.

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