UNESCO-Weltkulturerbe: Markgräfliches Opernhaus in Bayreuth wiedereröffnet

UNESCO-Weltkulturerbe: Markgräfliches Opernhaus in Bayreuth wiedereröffnet
UNESCO-Weltkulturerbe: Markgräfliches Opernhaus in Bayreuth wiedereröffnet
Nach sechs Jahren Sanierungsarbeiten ist das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth am Donnerstagabend mit einem Festtakt feierlich wiedereröffnet worden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach in seiner Rede von einem einzigartigen Juwel barocken Musiktheaters, das nun wieder in seinem ursprünglichen Glanz erstrahle. "Bayreuth hat Weltniveau. Das Markgräfliche Opernhaus ist ein bedeutender Teil unserer kulturellen Identität, in Franken und ganz Bayern", sagte Söder.

Der Freistaat Bayern steckte rund 29,6 Millionen Euro in die Sanierung des Opernhauses, das als Monument barocker Theaterkultur auch zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Das Markgräfliche Opernhaus entstand ab 1744 in vier Jahren Bauzeit. Es gehört zu den wenigen in Europa erhaltenen Theaterbauten des 18. Jahrhunderts.

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Anlässlich der Wiedereröffnung brachte die Bayerische Theaterakademie August Everding am Donnerstagabend die Oper "Artaserse" von Johann Adolph Hasse auf die Bühne. Mit der Aufführung sollte an die Eröffnung des Hauses im Jahre 1748 durch Markgräfin Wilhelmine angeknüpft werden. Die Schwester Friedrichs des Großen wählte dieses Werk für die Einweihungsfeierlichkeiten des Neubaus.

Die preußische Prinzessin machte aus der Provinzstadt Bayreuth ein Zentrum für Kunst und Kultur. Das Markgräfliche Opernhaus war auch der Grund, warum der Komponist Richard Wagner im 19. Jahrhundert nach Bayreuth kam. Zwar erwies sich das barocke Haus für seine Bühnenideen als unbrauchbar, in der Stadt blieb er trotzdem - und errichtete hier sein Festspielhaus. So hat Bayreuth zwei weltweit bedeutsame Opernhäuser vorzuweisen. (dpa)