Religiöser Streit: Chinesen verbieten arabische Schrift auf Halal-Produkten

Religiöser Streit: Chinesen verbieten arabische Schrift auf Halal-Produkten
Religiöser Streit: Chinesen verbieten arabische Schrift auf Halal-Produkten
In den vergangenen Jahren ist das Autonome Gebiet Ningxia im Nordwesten Chinas zum Mittelpunkt von Auseinandersetzungen um panislamische Tendenzen in der Region geworden. Im Rahmen der Maßnahmen gegen die sogenannte Arabisierung haben lokale Behörden beschlossen, die Label aller Halal-Waren in arabischer Schrift aus den Regalen zu nehmen.

Alle Restaurants und Essensstände in der Region seien ab sofort verpflichtet, Halal-Etiketten in arabischer Sprache durch neue Label auf Chinesisch oder in Pinyin-Umschrift zu ersetzen, bestätigten die Einwohner der Städte Wuzhong und Yinchuan gegenüber der Zeitung Global Times. Im Gegenzug müssten alle Produkte mit "ungeeigneten" Markierungen aus dem Verkauf genommen werden.

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Dies ist nicht das einzige Beispiel dafür, wie chinesische Behörden die Gesellschaft von möglicherweise destruktiven Erscheinungsformen der islamischen Religion abgrenzen wollen. Im März 2017 hatte der komplette Umbau einer bekannten Straße in Yinchuan begonnen, in der chinesische und arabische Architektur miteinander vereint sind. Die sogenannte Sino-Arabische Achse war im Jahre 2016 als Zeichen der guten Beziehungen zwischen China und der arabischen Welt eingeweiht worden. Nun sollen alle arabischen Architekturelemente im Sinne der Vorgabe, eine "fröhliche, harmonische und geeinte Stimmung" zu schaffen, an die traditionelle chinesische Kultur angepasst werden.  

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