YouTube verbietet Videos zu Verkauf und Zusammenbau von Waffen

YouTube verbietet Videos zu Verkauf und Zusammenbau von Waffen
YouTube verbietet Videos zu Verkauf und Zusammenbau von Waffen
Das Videoportal YouTube hat beschlossen, künftig die Verbreitung von Waffen-Videos auf seiner Plattform einzuschränken. Videos, die zum Kauf von Waffen oder -teilen aufrufen sowie Anleitungen für deren Bau dürften nicht mehr gepostet werden, teilte die Google-Tochter auf ihren Hilfeseiten mit. Mit Waffenteilen sind demnach insbesondere die umstrittenen Schnellfeuerkolben oder andere Teile gemeint, die ein halbautomatisches Gewehr so schnell schießen lassen wie ein verbotenes Maschinengewehr.

Eine Google-Mitarbeiterin kündigte die Verschärfung der Regeln am Dienstag im YouTube-Hilfeforum an. Die neuen Richtlinien sollen demnach in einem Monat in Kraft treten. Das Verbot von Waffen-Videos sei Teil der "üblichen Änderungen, die wir fortlaufend an unseren Richtlinien vornehmen", schrieb sie.

Waffen-Befürworter in den USA protestierten gegen die Entscheidung. Die Lobbyorganisation NSSF bezeichnete die "Zensur" YouTubes in einer Mitteilung als "besorgniserregend". Der Waffenhändler Spikes Tactical, dessen YouTube-Kanal seinen Angaben zufolge gesperrt wurde, postete die Mitteilung zu der Sperrung auf Instagram und schrieb dazu: "Die Liberale Linke wird unsere Freiheiten langsam aushöhlen, unsere Rechte untergraben und der erste Schritt ist, unsere Stimme zu ersticken." (dpa)

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