"Fass meine Freundin nicht an": Brüssel entwickelt App gegen sexuelle Belästigung

"Fass meine Freundin nicht an": Brüssel entwickelt App gegen sexuelle Belästigung
"Fass meine Freundin nicht an": Brüssel entwickelt App gegen sexuelle Belästigung
Frauen in der belgischen Hauptstadt Brüssel können sexuelle Belästigungen jetzt per App melden. "Touche pas à ma pote" (etwa: "Fass meine Freundin nicht an") heißt die Anwendung, die seit vergangener Woche aus dem App Store von Google heruntergeladen werden kann.

Wenn Frauen auf der Straße oder in der U-Bahn belästigt werden, können sie per Knopfdruck anonym den Vorfall melden. Andere bei der App registrierte Nutzer, die in der Nähe sind, können dann helfen - zum Beispiel als Zeuge. Das können auch Männer sein. Sie werden in der App als "Straßenengel" bezeichnet.

Hinter der App, die eine ähnliche Anwendung aus Frankreich zum Vorbild hat, stecken eine zivilgesellschaftliche Organisation und die Brüsseler Politikerin Bianca Debaets. Diese App sei für ganz Belgien gedacht, der Hauptfokus liege aber auf Brüssel, erklärt Debaets. Auf Basis der Daten könnten städtische Behörden Maßnahmen ergreifen. (dpa)

Mehr zum Thema - Verrückt oder benötigt? Neue App verdeutlicht Einwilligung zu Sex und liefert Beweise vor Gericht