Aus die Maus? Neuseeland prüft Erfolg der teuersten Mäusejagd der Geschichte

Aus die Maus? Neuseeland prüft Erfolg der teuersten Mäusejagd der Geschichte
Aus die Maus? Neuseeland prüft Erfolg der teuersten Mäusejagd der Geschichte (Symbolbild)
Knapp zwei Jahre nach dem umfangreichen Nagerbekämpfungseinsatz, der den Namen "Million Dollar Mouse" bekommen hat, schickt Neuseeland nun wieder eine Expedition zu den Antipoden-Inseln im Südpazifik. Ein Team bestehend aus Mitgliedern der Verteidigungskraft mit Spürhunden und Wildhütern mit der Naturschutzbeauftragten an der Spitze soll feststellen, ob die verheerende "Mäuse-Pest", die lange Zeit das ganze Naturschutzgebiet gefährdet hat, endgültig besiegt worden ist.

Die Mäuse sollen auf den unbewohnten Inseln etwa 750 Kilometer südöstlich von Neuseeland zum ersten Mal um das Jahr 1909 etwa nach einem Schiffbruch aufgetaucht sein, so die  offizielle Webseite des Projekts "Million Dollar Mouse". Seitdem wuchs ihre Population rasant und damit auch die Gefahr für das lokale Ökosystem, denn die Mäuse fraßen lebende Albatros-Küken an und zerstörten die einzigartige Vegetation der Antipoden-Inseln.

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Im Juni 2016 schickte die neuseeländische Regierung schließlich Militärhelikopter in die Region, von denen aus mehrere Tonnen Nagetier-Köder ausgestreut wurden. Daraufhin wurden 13 Experten auf die Inseln verlegt, die innerhalb von 75 Tagen etwa 200.000 Mäuse vernichteten. Die Regierung investierte in das Projekt eine Million Neuseeland-Dollar (fast 600.000 Euro).

Wie erfolgreich diese Schädlingsbekämpfung gewesen ist, muss nun ein weiteres Experten-Team überprüfen. An der dreiwöchigen Expedition nimmt unter anderem die neuseeländische Naturschutzministerin Eugenie Sage teil.