Belgische Ärzte wenden Sterbehilfe an - ohne expliziten Patientenwunsch

Belgische Ärzte wenden Sterbehilfe an - ohne expliziten Patientenwunsch
Belgische Ärzte wenden Sterbehilfe an und ignorieren dabei Patientenwunsch
Die Zweifel an der Transparenz des Sterbehilfe-Systems werden in Belgien immer größer. Vor kurzem wurde bei einem Patienten, dessen Name geheim gehalten wird, auf Wunsch seiner Familie die Euthanasie durchgeführt. Er selbst habe allerdings nie den Wunsch geäußert, sein Leben aufzugeben. Die belgischen Ärzte erklären, dass der an Demenz leidende Patient über „nicht ausreichend geistige Leistungsfähigkeit“ verfügte, um selbst zu entscheiden, ob er leben oder sterben möchte.

Dieser Vorfall sorgte in Belgien für zahlreiche Diskussionen, da das Land die mildeste Gesetzgebung im Bereich der Sterbehilfe hat. Ein Arzt, der mittlerweile aus der belgischen Euthanasie-Kommission ausgetreten ist, hatte diesen Vorfall in einem Brief beschrieben. Obwohl die Sterbehilfe in Belgien seit dem Jahr 2002 gesetzlich erlaubt ist und seitdem viel Zuspruch erhalten hat, stoßen belgische Ärzte in letzter Zeit auf viel Kritik. Es wird ihnen vorgeworfen, dass sie im Fall von psychisch kranken Patienten zu schnell Entscheidungen treffen. Manche Kritiker sprechen von fehlender Transparenz und sogar Mord.

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