Säumige Beitragszahler: Acht Staaten vorübergehend ohne Stimmrecht in UNO-Generalversammlung

Säumige Beitragszahler: Acht Staaten vorübergehend ohne Stimmrecht in UNO-Generalversammlung
Die Flagge der Vereinten Nationen während der 72. Generalversammlung der Vereinten Nationen am Hauptsitz der UN in New York am 22. September 2017.
Venezuela, die Zentralafrikanische Republik (CAF), die Dominikanische Republik, Äquatorialguinea, Grenada, Libyen, Suriname und Jemen haben vorübergehend ihr Stimmrecht in der UNO-Generalversammlung wegen überfälliger Beitragszahlungen verloren. Laut Regelwerk kann UNO-Mitgliedsstaaten das Stimmrecht in der Generalversammlung entzogen werden, wenn sie bei der Organisation Schulden in Höhe von mindestens zwei Jahresbeiträgen haben.

Venezuela habe an dieser Situation selbst schuld, weil es überhöhte BIP-Zahlen vorlegte, nach denen der jährliche Beitrag berechnet wird. Daher beschloss die UNO, den Mitgliedsbeitrag von 0,571% des Gesamtbudgets der Organisation auf 0,854% zu erhöhen. Das Land befand sich bereits im vergangenen Jahr in der gleichen Situation. Damals konnte durch eine Teilzahlung der Schulden das Stimmrecht im Gremium wiedererlangt werden.

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