Razzia bei Audi – Staatsanwaltschaft durchsucht die Zentrale des Autobauers

Razzia bei Audi – Staatsanwaltschaft durchsucht die Zentrale des Autobauers
Audi-Modell A3 im Werk in Ingolstadt 2009. Seit Dienstagmorgen wird der Firmensitz in Ingolstadt im Zuge der Ermittlungen wegen verbotener Software durchsucht.
Im Zuge der Abgas-Affäre lässt die Staatsanwaltschaft München II Geschäftsräume in der Audi-Zentrale in Ingolstadt und im Werk Neckarsulm durchsuchen. Die Ermittlungen beziehen sich auf den Verdacht, Audi habe mehr als 200.000 Dieselfahrzeuge manipuliert.

Seit dem frühen Morgen durchsucht die Staatsanwaltschaft München II die Zentrale der Volkswagen-Tochter Audi in Ingolstadt und das Audi-Werk in Neckarsulm. Ein Audi-Sprecher bestätigte die Durchsuchung und verwies darauf, dass der Autobauer mit der Staatsanwaltschaft kooperiere. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, seien insgesamt 18 Staatsanwälte sowie Beamte der Landeskriminalämter Bayern und Baden-Württemberg im Einsatz. 

Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, Audi habe mehr als 200.000 Dieselfahrzeuge für den europäischen und den US-amerikanischen Markt manipuliert. Mit einer speziellen Software sei die Schadstoffreinigung laut Bericht beim Betrieb auf der Straße weitgehend ausgeschaltet worden. Optimal funktioniert habe die Abgasreinigung nur auf dem Prüfstand bei den offiziellen Messungen der Behörde. Zudem wird wegen des Tatverdachts der strafbaren Werbung ermittelt. 

Bereits vergangenen Mittwoch wurden Wohnungen von sechs heutigen oder früheren Audi-Motorentechnikern durchsucht. Im März 2017 hatten Ermittler zum ersten Mal die Audi-Zentrale durchsucht. Zum Verkauf von manipulierten Diesel-Fahrzeugen auf dem US-Markt würden inzwischen 14 Personen als Beschuldigte geführt, heißt es. Darunter seien aber keine aktuellen oder ehemaligen Audi-Vorstandsmitglieder.

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