Ankara lässt elf führende Ärzte wegen Kritik an Offensive in Afrin festnehmen

Ankara lässt elf führende Ärzte wegen Kritik an Offensive in Afrin festnehmen
Ankara lässt elf führende Ärzte wegen Kritik an Offensive in Afrin festnehmen
Wegen Kritik am Militäreinsatz in Syrien hat die türkische Polizei Razzien gegen zahlreiche Ärzte durchgeführt. Die Festnahme von elf führenden Mitgliedern der Türkischen Ärztevereinigung (TTB) wurde angeordnet, wie die Anwältin der Vereinigung, Ziynet Özcelik, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag bestätigte. Ihnen werde "Propaganda für eine Terrororganisation" und "Aufwiegelung des Volks zu Hass und Feindseligkeit" vorgeworfen.

Neun Mitglieder seien bereits in verschiedenen Städten festgenommen worden. Darunter sei der Vorsitzende Rasit Tükel. Anwältin Özcelik sagte, Grund für die Festnahme sei diese Erklärung gegen den Krieg.

Die TTB hatte in der vergangenen Woche eine Erklärung verbreitet, in der sie unter anderem vor "irreparablen Schäden" durch Krieg warnten und Krieg als ein "Problem der öffentlichen Gesundheit" bezeichneten. Zum Schluss der Erklärung hieß es: "Nein zum Krieg. Frieden, jetzt sofort!" (dpa)

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