Frankfurter Mohren-Apotheke sorgt für Debatte über Rassismus

Frankfurter Mohren-Apotheke sorgt für Debatte über Rassismus
Frankfurter Mohren-Apotheke sorgt für Debatte über Rassismus
Seit Jahrzehnten heißen sie Mohren-Apotheke - nun hat dieser Name eine Debatte über Rassismus ausgelöst. Die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) wirft zwei Apotheken in Frankfurt am Main wegen des Namens Rassismus vor. Das Gremium forderte in einem Antrag die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung und den Magistrat deshalb auf, sich dafür einzusetzen, dass rassistische Bezeichnungen und Logos aus dem Stadtbild Frankfurts verschwinden.

Zuvor hatten mehrere Medien über den Vorstoß der Ausländervertretung berichtet. "Leider muss auch im Jahre 2018 noch immer darauf hingewiesen werden, dass Wörter wie "Neger" oder "Mohr" einen rassistischen Hintergrund haben. Viel zu lange wurden sie in Deutschland weder hinterfragt noch aufgegeben", heißt es in dem Antrag.

Die Geschäftsführerin einer der betroffenen Apotheken zeigte sich erstaunt über die Kritik. Die in den 1960er-Jahren gegründete Apotheke trage den Namen Mohren schon sehr lange, sagte sie der Frankfurter Rundschau. Es sei ein bundesweit üblicher Name für Apotheken und gehe wohl auf die Verwendung von Arzneien aus fernen Ländern zurück. (dpa)

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