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Justizminister: Thüringen legt Fonds mit 1,5 Millionen Euro für NSU-Opfer auf

Justizminister: Thüringen legt Fonds mit 1,5 Millionen Euro für NSU-Opfer auf
Justizminister: Thüringen legt Fonds mit 1,5 Millionen Euro für NSU-Opfer auf
Thüringen legt in diesem Jahr einen Fonds mit einem Volumen von 1,5 Millionen Euro für die Opfer der rechten Terrorzelle NSU auf. Dieser Betrag werde aus dem Landesetat zur Verfügung gestellt, sagte Justizminister Dieter Lauinger am Donnerstag in Erfurt. "Das Geld soll im Laufe des Jahres schnell und unbürokratisch ausgezahlt werden."

Nach Angaben der Vorsitzenden des NSU-Untersuchungsausschusses im Thüringer Landtag, Dorothea Marx, ist das Geld für die Familien der Mordopfer des NSU sowie die Opfer des Nagelbombenanschlags in Köln bestimmt.

Das Land Thüringen, aus dem die Haupttäter der Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" stammen, ist nach Angaben von Marx das erste Bundesland, das einen solchen Fonds einrichtet. Entschädigungen für NSU-Opfer und ihre Familien habe es auch vom Bund gegeben. Vertreter der rot-rot-grünen Koalition hatten immer wieder deutlich gemacht, dass sie mit dem Fonds ein Zeichen setzen wollen, dass sich Thüringen seiner Verantwortung bewusst ist.

Die Terrorzelle NSU wird unter anderem für zehn Morde in den Jahren 2000 bis 2007 verantwortlich gemacht. Beate Zschäpe, die in München als Hauptangeklagte vor Gericht steht, sowie Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt wuchsen in Jena auf. Später tauchten sie in Sachsen unter. Im November 2011 flog das Trio nach einem Banküberfall auf, nachdem die Leichen von Mundlos und Böhnhardt in Eisenach in einem ausgebrannten Wohnwagen gefunden worden waren.

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