US-Gericht spricht türkischen Banker wegen Beihilfe zur Umgehung von Iran-Sanktionen schuldig

US-Gericht spricht türkischen Banker wegen Beihilfe zur Umgehung von Iran-Sanktionen schuldig
US-Gericht spricht türkischen Banker wegen Beihilfe zur Umgehung von Iran-Sanktionen schuldig (Symbolbild)
Der türkische Banker Mehmet Hakan Atilla ist von einem Gericht in New York schuldig gesprochen worden. Laut Anklage soll er dem Iran illegale Geschäfte unter Verstoß gegen US-Sanktionen ermöglicht haben. Die Jury befand den früheren Vizechef der staatlichen türkischen Halkbank am Mittwoch in fünf von sechs Anklagepunkten für schuldig. Das Strafmaß soll laut einem Bericht des Wall Street Journal am 11. April verkündet werden.

Dem 47-Jährigen drohen demnach Jahrzehnte im Gefängnis. "Wir sind enttäuscht über das Urteil und haben vor, Berufung einzulegen", sagte Atillas Anwältin Cathy Fleming. Im Prozess hätte eigentlich der türkisch-iranische Goldhändler Reza Zarrab auf der Anklagebank sitzen sollen. Dieser bekannte sich dann aber überraschend für schuldig und trat als Belastungszeuge auf. Im Verfahren sagte er aus, dass der türkische Präsident und damalige Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan den illegalen Geschäften 2012 zugestimmt habe, an denen demnach auch zwei weitere türkische Banken beteiligt gewesen seien.

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Der Prozess hat das Verhältnis zwischen den USA und der Türkei verschlechtert, das im Streit um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen ohnehin schon belastet ist. Recep Tayyip Erdoğan macht diesen für den Putschversuch im Juli 2016 in der Türkei verantwortlich, die USA verweigern unterdessen seine Auslieferung. (dpa/Reuters)

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