Prozess gegen chinesischen Bürgerrechtler Qin Yongmin verschoben

Prozess gegen chinesischen Bürgerrechtler Qin Yongmin verschoben
Prozess gegen chinesischen Bürgerrechtler Qin Yongmin verschoben
Der Prozess gegen den langjährigen chinesischen Bürgerrechtler Qin Yongmin ist überraschend verschoben worden. Kurz vor Beginn des Verfahrens wegen "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt" sei die für diesen Freitag geplante Verhandlung von dem Gericht in der zentralchinesischen Stadt Wuhan abgesagt worden, berichtete Patrick Poon von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International in Hongkong unter Verweis auf den Anwalt des Dissidenten. Ein neuer Termin sei nicht genannt worden.

Der 64-Jährige ist ein Veteran der Menschenrechtsbewegung in China und hat wegen seines Engagements schon insgesamt 22 Jahre in Haft gesessen. Er war in den 1990er Jahren Mitbegründer der Demokratischen Partei, die sich vergeblich neben der alleinherrschenden Kommunistischen Partei von den Behörden registrieren lassen wollte. 2010 wurde Qin Yongmin aus der Haft entlassen und wurde politisch wieder aktiv. Im Januar 2015 verschwanden Qin Yongmin und seine Frau Zhao Suli in Polizeigewahrsam. Ihr Schicksal ist bislang ungeklärt. (dpa)

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