Luftangriffe im Jemen töten in zehn Tagen mehr als 100 Zivilisten

Luftangriffe im Jemen töten in zehn Tagen mehr als 100 Zivilisten
Luftangriffe im Jemen töten in zehn Tagen mehr als 100 Zivilisten (Archivbild)
Bei Luftangriffen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen sind nach UN-Angaben in den vergangenen zehn Tagen 109 Zivilisten getötet worden. UN-Koordinator Jamie McGoldrick sprach am Donnerstag von einem sinnlosen und absurden Krieg – eine für UN-Verhältnisse harsche Kritik an den Kampfhandlungen, die unter anderem von den USA und Großbritannien unterstützt werden.

Unter Berufung auf das UN-Menschenrechtsbüro verwies der UN-Beamte darauf, dass bei einem Angriff auf einen Markt in Al-Hajma am Dienstag 54 Menschen getötet und 32 verletzt worden seien. Acht der Toten und sechs der Verletzten seien Kinder. Am selben Tag seien beim Angriff auf einen Bauernhof im Bezirk Attohajta 14 Menschen ums Leben gekommen. An weiteren Orten sollen den UN-Informationen zufolge bei Luftangriffen 41 Zivilisten gestorben sein.

"Diese Zwischenfälle zeigen, dass alle Kriegsparteien einschließlich Saudi-Arabiens weiterhin Menschenleben völlig missachten", erklärte Jamie McGoldrick. "Es zeigt sich, dass dieser absurde Krieg nur zur Zerstörung des Landes führt und den Menschen unvergleichliches Leid bringt."

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Die Jemeniten erleben nach UN-Angaben wegen des Krieges weltweit die schlimmste Krise: Rund acht Millionen Menschen hungern, eine Million leidet an Cholera. Die Wirtschaft des schon früher armen Landes ist zusammengebrochen. (Reuters)