Mehr als 3.200 Unternehmen fordern Schadenersatz von LKW-Kartell

Mehr als 3.200 Unternehmen fordern Schadenersatz von LKW-Kartell
Mehr als 3.200 Unternehmen fordern Schadenersatz von LKW-Kartell
Tausende Fuhrunternehmen und Spediteuren aus neun europäischen Ländern haben in München eine Klage gegen die an Preisabsprachen beteiligten LKW-Hersteller Daimler, DAF, MAN, Iveco und Volvo eingereicht. Sie fordern einen Schadenersatz in Höhe von mindestens 500 Millionen Euro. Zuzüglich etwaiger Zinsen kann der mutmaßliche Schaden auch bei mehr als einer Milliarde Euro liegen.

Der Branchenverband BGL hatte bis Ende September Klageansprüche gesammelt. Zwei Tage vor Weihnachten erhob er Klage vor dem Landgericht München. Die Unternehmen gehen gemeinsam gegen ein Kartell von LKW-Bauern vor, das von 1997 bis 2011 bestanden hat. Die Transportfirmen waren Kunden der Hersteller – sie kauften oder mieteten in dieser Zeit nach eigener Darstellung knapp 85.000 Lastwagen und zahlten dabei aus ihrer Sicht zu viel für die Fahrzeuge. "Die Nettoverkaufspreise wären ohne das Kartell nicht anders gewesen", sagte ein Insider. "Wir halten die Klagen für unbegründet und setzen uns entschieden dagegen zur Wehr."  

Bereits vergangene Woche hatte die Bahn wegen des gleichen Kartells in München Klage erhoben. Am Donnerstag folgten dann vor dem Stuttgarter Landgericht 310 Transportunternehmen. Sie fordern rund 180 Millionen Euro Schadenersatz. (Reuters/dpa)

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