Ägypten: 15 Menschen wegen Tötung von Armeemitgliedern hingerichtet

Ägypten: 15 Menschen wegen Tötung von Armeemitgliedern hingerichtet
Ägypten: 15 Menschen wegen Tötung von Armeemitgliedern hingerichtet (Symbolbild)
Ägypten hat 15 Männer hingerichtet, die zuvor der Tötung eines Armeeoffiziers und mehrerer Soldaten schuldig gesprochen worden waren. Die Männer seien von einem Militärgericht in dem nordafrikanischen Land verurteilt und gehängt worden, hieß es am Dienstag aus Sicherheitskreisen. Die Richter sahen es demnach als erwiesen an, dass die Männer 2013 an der Tötung von insgesamt neun Armeemitgliedern in der Unruheregion Sinai beteiligt waren.

Im Norden der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu Gewalt gegen Sicherheitskräfte. In der Region, die zu weiten Teilen militärisches Sperrgebiet ist, ist mittlerweile auch ein Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) aktiv.

Es wird davon ausgegangen, dass in Ägypten weit mehr als 1.000 Menschen von zivilen und militärischen Gerichten zum Tod verurteilt wurden. Es werden aber nur vergleichsweise wenige Exekutionen auch tatsächlich vollstreckt. Viele der Verurteilten erhielten in den Jahren nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi 2013 die Todesstrafe. Die neue Regierung hatte dessen einflussreiche Organisation, die Muslimbrüder, verboten und verfolgt ihre Mitglieder als Terroristen. (dpa)

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