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Iranisch-schwedischer Wissenschaftler gesteht Spionage für Israel im iranischen Staatsfernsehen

Iranisch-schwedischer Wissenschaftler gesteht Spionage für Israel im iranischen Staatsfernsehen
Iranisch-schwedischer Wissenschaftler gesteht Spionage für Israel im iranischen Staatsfernsehen
Ein im Iran inhaftierter iranisch-schwedischer Wissenschaftler hat im Staatsfernsehen gestanden, dem israelischen Geheimdienst Informationen über das iranische Atomprogramm übermittelt zu haben. Ahmad-Resa Dschalali ist seit 19 Monaten in Haft. Ihm wird nach iranischen Medienberichten vom Montag auch vorgeworfen, mit seiner Zuarbeit für den Mossad israelischen Agenten geholfen zu haben, 2010 zwei iranische Atomwissenschaftler zu ermorden.

Als Gegenleistung für seine Informationen sei ihm eine europäische Staatsangehörigkeit versprochen worden. Dschalali war im April 2016 unter dem Spionagevorwurf festgenommen worden. Er soll bereits zum Tode verurteilt worden sein, aber wegen des Geständnisses im Fernsehen könnte nach Meinung von Beobachtern zumindest das Todesurteil revidiert werden.

Geständnisse angeblicher Spione im iranischen Staatsfernsehen sind nicht neu. Da sowohl die Interviews als auch die Berichte vom Geheimdienst zusammengestellt werden, ist eine Verifizierung der Aussagen unmöglich.

Die Europäische Kommission erklärte am Montag, sie verfolge sehr eng den Fall Dschalalis, der an der Freien Universität Brüssel lehrte. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte, der Fall sei bei den hochrangigen EU-Gesprächen im Iran vor einigen Wochen thematisiert worden, und man sei weiter mit der iranischen Regierung im Gespräch. Laut Amnesty International basiert sein Schuldspruch auf Geständnissen, die durch Drohungen und Folter erzwungen worden seien. (dpa)

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