Britin verabreicht ihrem Kind Gift, um seine Reise nach Syrien zu verhindern – 4,5 Jahre Haft

Britin verabreicht ihrem Kind Gift, um seine Reise nach Syrien zu verhindern – 4,5 Jahre Haft
Britin verabreicht ihrem Kind Gift, um seine Reise nach Syrien zu verhindern – 4,5 Jahre Haft (Symbolbild)
Ein Crown Court in London hat am Freitag eine 27-jährige Britin zu 4,5 Jahren Haft verurteilt. Die Frau soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft ihrem kleinen Kind regelmäßig Gift verabreicht haben. Die Angeklagte rechtfertigte ihr Handeln mit einem guten Vorsatz: Sie habe nämlich ihren islamistisch gesinnten Mann daran hintern wollen, den Jungen mit nach Syrien zu nehmen.

Der Name der Täterin wurde nicht bekanntgegeben. Sie vergiftete ihren Sohn mit einer unbekannten Substanz innerhalb von sechs Wochen – von August bis Oktober 2015. Nach Angaben der britischen Zeitung "The Independent" könnte es sich bei dem Toxikum um ein Reinigungsmittel gehandelt haben. Die besorgte Mutter fuhr mit ihrem Plan fort, sogar nachdem ihr Kind ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Während der Besuche mengte sie den Giftstoff Antibiotika bei. Auf diese Weise wollte die Frau den Jungen so lange wie nur möglich im Krankenhaus wissen. Ihr Vorhaben scheiterte allerdings an der Aufmerksamkeit der Ärzte: Der Zustand des Patienten verschlechterte sich nach den Besuchen der 27-Jährigen zusehends. Der Richter erklärte im Urteil, die Angeklagte hätte sich mit ihren Sorgen an das Krankenhauspersonal wenden können, anstatt ihr Kind, dessen Leben sie angeblich hätte schützen wollen, einem tödlichen Risiko auszusetzen.

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