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Hollywood gründet Kommission zum Kampf gegen sexuellen Missbrauch

Hollywood gründet Kommission zum Kampf gegen sexuellen Missbrauch
Hollywood gründet Kommission zum Kampf gegen sexuellen Missbrauch
Im Kampf gegen sexuellen Missbrauch in der US-Unterhaltungsindustrie haben Filmstudios und Fernsehsender unterstützt von Hollywood-Größen eine Kommission gegründet. Ihre Aufgabe ist es laut Medienberichten, mit der "weit verbreiteten Kultur der Übergriffe und des Macht-Missbrauchs fertig zu werden". Die Kommission wolle dafür sorgen, dass sicherere, gerechtere und gleichberechtigtere Arbeitsplätze geschaffen würden – besonders für Frauen und Randgruppen.

Die Enthüllungen über Fehlverhalten von Regisseuren, Schauspielern und Produzenten hatten im Oktober mit Vorwürfen gegen Hollywood-Mogul Harvey Weinstein an Fahrt aufgenommen. In der Folge wurden Belästigungsvorwürfe auch gegen zahlreiche Schauspieler, Politiker, Journalisten und andere Männer bekannt, nicht nur in den USA. 

Den Vorsitz im frisch gegründeten Gremium hat die Juristin Anita Hill, die bereits vor 26 Jahren das Thema in die Öffentlichkeit gebracht hat. Im Jahr 1991 warf sie dem für den Obersten Gericht vorgesehenen Richter Clarence Thomas sexuelle Belästigung vor. Die Idee für die Initiative kam unter anderem von Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy, der Co-Vorsitzenden der Nike Stiftung, Maria Eitel, sowie der Anwältin Nina Shaw. Unterstützt wird die «Kommission gegen sexuelle Belästigung und für das Voranbringen von Gleichberechtigung an der Arbeitsstelle» zudem von Größen der Medien- und Unterhaltungsindustrie wie dem Disney-Chef Bob Iger, dem Paramount-Vorsitzenden Jim Gianopulos und dem Netflix-Manager Ted Sarandos. (dpa)

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