Krawalle wegen angeblichen Wahlbetrugs in Honduras fordern mindestens 15 Menschenleben

Krawalle wegen angeblichen Wahlbetrugs in Honduras fordern mindestens 15 Menschenleben
Krawalle wegen angeblichen Wahlbetrugs in Honduras fordern mindestens 15 Menschenleben
Bei Protesten gegen den angeblichen Wahlbetrug in Honduras haben sich Demonstranten und Sicherheitskräfte heftige Auseinandersetzungen geliefert. Soldaten feuerten am Freitag in der Hauptstadt Tegucigalpa Tränengas auf die Regierungsgegner. Die Demonstranten schleuderten Steine auf die Soldaten und steckten ein Auto der Streitkräfte in Brand. Mindestens eine Person kam ums Leben. Ungefähr zehn weitere erlitten Verletzungen.

Somit stieg die Zahl der Todesopfer nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl am 26. November auf 15. Mehr als 800 Menschen wurden nach Angaben der spanischen Zeitung "El País" festgenommen.  

Die Opposition hatte für Freitag zu einem Generalstreik aufgerufen. "Die Honduraner haben das Recht, zu demonstrieren", erklärte Ex-Präsident Manuel Zelaya. Regierungsgegner errichteten Straßensperren und verbrannten Autoreifen.

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Staatschef Juan Orlando Hernández hatte die Wahl am 26. November nach offiziellen Angaben knapp gegen den Herausforderer Salvador Nasralla gewonnen. Die Opposition warf der Regierung Wahlfälschung vor. Ein Teil der Wahlzettel wurde bereits neu ausgezählt, ohne dass sich das Ergebnis veränderte. Bislang gab die Behörde noch keinen Wahlsieger bekannt. (dpa/El País)

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