Berlin gibt 34 Millionen Euro zum Schutz der tunesisch-libyschen Grenze

Berlin gibt 34 Millionen Euro zum Schutz der tunesisch-libyschen Grenze
Berlin gibt 34 Millionen Euro zum Schutz der tunesisch-libyschen Grenze
Die Bundesregierung hilft Tunesien mit Überwachungstechnik im Wert von 34 Millionen Euro bei der Sicherung seiner Grenze zu Libyen. Davon profitierte zuletzt auch der Sensor- und Radartechnik-Hersteller Hensoldt mit Sitz in Taufkirchen bei München.

Wie das Bundesinnenministerium auf eine Anfrage der Linkspartei antwortete, sind in diesem Jahr für 16 Millionen Euro mobile Radarsysteme, Nachtsichtgeräte und weitreichende Kameras beschafft worden. Davon abgesehen erhielt Tunesien nach Angaben des Verteidigungsministeriums Pionierfahrzeuge im Wert von fast drei Millionen Euro. Militärschulen wurden mit Ausrüstung und Infrastruktur unterstützt. Eine knappe Million Euro floss demnach in Ausbildungshilfe für Teile der Streitkräfte, darunter auch Spezialeinheiten. Zur Begründung hieß es, Tunesien sei ein "Stabilitätsanker" in der Region.

Im kommenden Jahr würden aus dem Wehretat im Rahmen der "Ertüchtigungsinitiative Tunesien" weitere 18 Millionen Euro in eine fest installierte elektronische Überwachungsanlage investiert, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin. (dpa)

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