NRW setzt Tausende Polizisten und "Silvester-Erlass" gegen Gewalt ein

NRW setzt Tausende Polizisten und "Silvester-Erlass" gegen Gewalt ein
NRW setzt Tausende Polizisten und "Silvester-Erlass" gegen Gewalt ein
Mit großem Polizeiaufgebot und einem strikten "Silvester-Erlass" des Innenministeriums verstärkt Nordrhein-Westfalen die Sicherheitsvorkehrungen zur Jahreswende. Die Polizei werde zu Silvester mit mehr als doppelt so vielen Kräften im Einsatz sein wie in einer normalen Samstagnacht, kündigte Landesinnenminister Herbert Reul am Donnerstagabend in Düsseldorf an. Nach der Kölner Silvesternacht 2015/16 mit massenhaften Übergriffen auf Frauen wappnet sich NRW diesmal mit landesweit 5.700 Beamten.

Insgesamt hat das Land rund 40.000 Polizisten. Ein "Silvester-Erlass" ging an alle 47 Kreispolizeibehörden des Landes. Darin enthalten ist eine Landeseinsatzbereitschaft, die an taktisch günstigen Orten postiert wird, um unverzüglich eingreifen zu können. Neben 4.000 Beamten aus dem Wachdienst werden 1.700 Kräfte aus allen 18 Hundertschaften der NRW-Beamten landesweit im Einsatz sein.

Die Polizei ist zudem angehalten, alle Maßnahmen auszuschöpfen, um Gefahren abzuwehren und Straftäter zu verfolgen. Dazu zählen neben Gefährderansprachen im Vorfeld, örtlichen Betretungsverboten und Meldeauflagen auch erkennungsdienstliche Behandlung und vorläufige Festnahmen. "Die Erfahrung lehrt, dass die Polizei nur ernst genommen wird, wenn sie konsequent durchgreift", unterstrich Reul.

Neu ist, dass überall Beamte des höheren Dienstes an Silvester in Rufbereitschaft sein müssen. An Orten mit großem Polizeieinsatz wie Köln, Düsseldorf, Dortmund oder Essen führen sie den Einsatz. (dpa)

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