Nachhilfe: Schweizer Parlamentsabgeordneten lernen Unterschied zwischen Flirt und Belästigung

Nachhilfe: Schweizer Parlamentsabgeordneten lernen Unterschied zwischen Flirt und Belästigung
Flirt-Nachhilfe: Schweizer Parlamentsabgeordneten lernen Unterschied zwischen Flirt und Belästigung
Wann wird Chatten ohne Hintergedanken zu Flirten und Flirten zu sexueller Belästigung? Gesetzgeber in der Schweiz werden es wissen: Alle Abgeordneten haben eine "Notiz für Ratsmitglieder", ein Handbuch für gute Manieren, erhalten. Im Dokument wird ausführlich beschrieben, was man am Arbeitsplatz darf und was nicht.

Die Notiz macht einen deutlichen Unterschied zwischen Flirten und sexueller Belästigung. Laut der Broschüre entwickelt sich Flirten "auf dem Prinzip Gegenseitigkeit" und ist "gegenseitig erwünscht". Es respektiere persönliche Grenzen, steigere das Selbstwertgefühl und sei eine echte Quelle der Freude.

Sexuelle Belästigung dagegen beinhalte einen einseitigen Ansatz und sei von der anderen Seite unerwünscht. Es sei erniedrigend, beleidigend, untergrabe das Selbstwertgefühl und verletze persönliche Grenzen.

Der Anlass zu solchen Maßnahmen war die Affäre des prominenten Schweizer Abgeordneters, Yannick Buttet. Letzte Woche musste er vom Posten des Vizepräsidenten der christdemokratischen Partei zurücktreten, nachdem die Tageszeitung Le Temps berichtete, dass seine Ex-Freundin eine Polizeibeschwerde gegen den Politiker wegen angeblicher Stalking-Vorwürfe eingereicht hatte.

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