Radikale töten Mann in Saragossa: Hosenträger in Nationalfarben als Mordmotiv

Radikale töten Mann in Saragossa: Hosenträger in Nationalfarben als Mordmotiv
Radikale töten Mann in Saragossa: Hosenträger in Nationalfarben als Mordmotiv (Symbolbild)
Ein Spanier ist in Saragossa von militanten Aktivisten zu Tode geprügelt worden, weil er Hosenträger in den Farben der spanischen Nationalflagge trug. Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag. Das 55-jährige Angriffsopfer, das seit der Attacke im Koma lag, erlag am Dienstag seinen schweren Hirnverletzungen. Die Regierung in Madrid verurteilte die Tat am Mittwoch scharf.

Víctor Láinez wurde in einer Bar in Saragossa von zwei Männern und zwei Frauen wegen seiner Hosenträger als "Faschist" beschimpft. Er ließ die Beleidigung nicht über sich ergehen, und es kam zu einem Streit. Der 55-Jährige wurde verfolgt und mit einer Eisenstange niedergeschlagen. Der mutmaßliche Täter wurde am Montag festgenommen.

Nach Angaben der Zeitung "El País" handele es sich dabei um den 33-jährigen Rodrigo Lanza. Er stamme zwar aus Chile, habe aber den spanischen Pass. Darüber hinaus sei er ein Enkel des Admirals Sergio Huidobro, eines wichtigen Mitkämpfers des Diktators Augusto Pinochet. Der junge Mann hatte demnach bereits fünf Jahre im Gefängnis gesessen, weil er im Jahr 2006 bei Zusammenstößen zwischen Hausbesetzern und der Polizei in Barcelona einen Beamten so schwer verletzt hatte, dass dieser seither gelähmt ist. (El País/dpa)

Mehr lesen:  Barcelona: Gelb-Verbot! Die Farbe des Separatismus [Video]

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen