Mehr als 1.000 Schächte in Nordrhein-Westfalen bruchgefährdet

Mehr als 1.000 Schächte in Nordrhein-Westfalen bruchgefährdet
Symbolbild
Bei mehr als 1.000 Bergbauschächten in Nordrhein-Westfalen ist mit so genannten Tagesbrüchen etwa durch den Einsturz alter, nicht verfüllter Stollen zu rechnen. Das geht aus einer Antwort des Landesenergieministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Landtag hervor, die diese am Dienstag veröffentlicht haben. Laut Auswertung der Fraktion ist von 65 Schächten nicht einmal die genaue Lage bekannt.

"Beunruhigend ist, dass wir bei vielen Risiken nun wissen, dass wir nichts wissen", sagte Wibke Brems, Sprecherin der Grünen für Bergbausicherheit. Die Risikoanalyse durch die Bergbehörde müsse dringend landesweit angegangen werden, forderte sie. 

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) sagte, die Situation sei nicht neu. Seit Jahrhunderten gebe es planvollen und auch wilden Bergbau im Kohlerevier. Die Aufarbeitung der daraus entstehenden Gefährdungen sei seit Jahrzehnten in Gang. "Noch nie wussten wir besser Bescheid über mögliche Gefährdungen als heute. Wer jetzt so tut, als sei Gefahr im Verzug, handelt unverantwortlich." (dpa)

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