Wissenschaftler: Selbstmordversuche hinterlassen Spuren in Blut

Wissenschaftler: Selbstmordversuche hinterlassen Spuren in Blut
Forscher aus der US-amerikanischen Universität Binghamton sollen im Laufe ihrer wissenschaftlichen Arbeit herausgefunden haben, dass Selbstmordversuche gewisse Spuren im Blut eines Menschen hinterlassen. Die neuen Erkenntnisse wollen die Wissenschaftler in einen zuverlässigen Marker verwandeln, der viel mehr über die medizinische Geschichte eines Patienten erzählen könnte.

Die Forscher konzentrierten sich auf Eiweiße im Plasma von 73 Frauen. 34 von ihnen gaben an, dass sie sich Verletzungen in der Vergangenheit zugefügt hatten. Die Wissenschaftler interessierten sich vor allem für den Wachstumsfaktor BDNF (von eng.: "Brain-derived neurotrophic factor"; dt. etwa: "Vom Gehirn stammender neurotropher Faktor"), ein Protein, das mit den Nervenwachstumsfaktoren eng verwandt ist. Es soll sich herausgestellt haben, dass Menschen auch mehrere Jahre nach einem Selbstmordversuch einen niedrigeren Gehalt des BDNF im Blut haben. Das heißt, der BDNF könne nicht nur Licht auf die gegenwärtige Stimmung oder Suizidalität einer Person werfen, sondern auch mögliche zukünftige Selbstmordversuche mit einem einfachen Bluttest vorhersagen.

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