Nach Wahl in Honduras: Polizei will nicht gegen Demonstranten vorgehen, 2.000 Beamte streiken

Nach Wahl in Honduras: Polizei will nicht gegen Demonstranten vorgehen, 2.000 Beamte streiken
Nach Wahl in Honduras: Polizei will nicht gegen Demonstranten vorgehen, 2.000 Beamte streiken
Nach der umstrittenen Präsidentenwahl in Honduras sind rund 2000 Polizisten in Streik getreten. Die Beamten der Spezialkräfte Cobra wollten nicht gegen Demonstranten vorgehen, wie ein Vertreter am Dienstag erklärte. "Die Bundespolizei ist der honduranischen Gesellschaft verpflichtet und wird das Volk nicht unterdrücken. Wir wollen Frieden und fordern die Politiker auf, ihre Angelegenheiten auf politischem Wege zu regeln", sagte ein Sprecher.

Die Wahl vor über einer Woche in dem mittelamerikanischen Land wurde von Manipulationsvorwürfen überschattet. Nach der Auszählung aller Stimmen liegt Amtsinhaber Juan Orlando Hernández knapp vorne. Das amtliche Endergebnis steht aber noch nicht fest, und die Opposition kann noch Beschwerden vortragen.

Regierungsgegner gingen in den vergangenen Tagen immer wieder auf die Straße. Teilweise kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, Vandalismus und Plünderungen. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben. Die Regierung verhängte daraufhin eine nächtliche Ausgangssperre. (dpa)

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