Donald Trump verkleinert Naturschutzgebiete drastisch – Umweltschützer erheben Klage vor Gericht

Donald Trump verkleinert Naturschutzgebiete drastisch – Umweltschützer erheben Klage vor Gericht
Donald Trump verkleinert Naturschutzgebiete drastisch – Umweltschützer erheben Klage vor Gericht
Der US-Präsident Donald Trump hat zwei Naturschutzgebiete im Bundesstaat Utah um mehr als 5.000 Quadratkilometer verkleinert. Nach Darstellung des Präsidenten vom Montag (Ortszeit) sollen die somit nicht mehr unter Schutz gestellten Flächen frei werden, damit Einheimische wandern und jagen gehen können. Kritiker der Maßnahme widersprachen dem energisch. Es gehe um harte wirtschaftliche Interessen, vor allem um Bohrungen nach Bodenschätzen und Fracking.

"Wir dürfen dieser Regierung nicht erlauben, den Schutz zurückzufahren, der über ein Jahrhundert aufgebaut wurde", hieß es in einer Mitteilung führender demokratischer Politiker. Naturschützer befürchten, Utah könnte erst der Anfang sein. Insgesamt hat Trump die Überprüfung von 27 Naturschutzgebieten des Bundes in den USA in Auftrag gegeben. Sein Vorgänger Barack Obama hatte in seiner Amtszeit große Gebiete, auch im Meer, unter Schutz stellen lassen.

Zahlreiche Organisationen kündigten rechtliche Schritte gegen Trumps Entscheidung an. Der Umweltschutzorganisation "Earthjustice" erhob bereits vor einem Gericht eine Klage gegen die Entscheidung des US-Präsidenten. Zu den möglichen Klägern zählen auch Stämme der Navajo-Indianer, der Ureinwohner der Gegend. Sie fürchten unter anderem um heilige Stätten. (dpa)

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