Wer Staus vermeiden will, soll bei Rot mehr Abstand lassen

Wer Staus vermeiden will, soll bei Rot mehr Abstand lassen
Wer Staus vermeiden will, soll bei Rot mehr Abstand lassen
US-Physiker aus der Hochschule Virginia Tech haben herausgefunden, dass zu kleine Abstände zwischen den einzelnen Autos an einer Ampel zu größeren Staus führen. Ihnen zufolge sollten Autofahrer, die bei Rot stehen bleiben, das enge Aneinanderstehen vermeiden. Die Staus werden dadurch nicht kleiner, zusätzlich steigt aber das Unfallrisiko an.

Nach mehreren Experimenten, im Zuge derer eine Kolonne mit unterschiedlichen Abständen losgefahren ist, stellten die Forscher einen eindeutigen Trend fest. Je näher die Autos aneinander standen, desto langsamer kamen sie vom Fleck. Es zeigte sich ein ähnlicher Effekt wie beim Schmelzen von Stoffen, bei dem sich die Autos wie Kristalle nur langsam aus der Erstarrung lösen. Auch Kristallteilchen brauchen eine gewisse Zeit, um flüssig zu werden, und die Verzögerung ist umso höher, je kleiner der Abstand zwischen ihnen ist. Das Schema "Stoßstange an Stoßstange" sollte also vermieden werden, dadurch kann keine größere Automenge bei einer Grünphase die Kreuzung überqueren.

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