90 Schädel aus dem 17. Jahrhundert in Madrid ausgegraben

90 Schädel aus dem 17. Jahrhundert in Madrid ausgegraben
90 Schädel aus dem 17. Jahrhundert in Madrid ausgegraben (Symbolbild)
Auf einer Baustelle im Zentrum von Madrid sind Arbeiter auf eine Grube mit 90 Schädeln und Knochenresten gestoßen. Die vermutlich mehrere Jahrhunderte alten menschlichen Überreste seien bei Arbeiten an einem neuen Theater und Kulturzentrum in der Calle Atocha unweit des Hauptbahnhofs entdeckt worden, berichteten spanische Medien am Donnerstag.

Derzeit gingen Experten davon aus, dass es sich um Knochenreste aus einer nahegelegenen Kirche handeln könnte, so die Zeitung "El País". Diese seien vermutlich im 17. Jahrhundert in eine Grube gefüllt worden, um Platz für neue Gräber in dem Gotteshaus zu schaffen.

Die Gebeine würden nun zunächst von einem Anthropologen untersucht, um festzustellen, ob die Menschen eines natürlichen Todes gestorben sind und ob auch Frauen und Kinder darunter waren. Anschließend sollen sie ins regionale Archäologiemuseum übergeführt werden. (dpa)

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