Französischer Lehrer zu Bewährungsstrafe wegen Sex mit 14-jähriger Schülerin verurteilt

Französischer Lehrer zu Bewährungsstrafe wegen Sex mit 14-jähriger Schülerin verurteilt
Symbolbild
Ein französischer Schullehrer ist gestern zu einer Bewährungsstrafe wegen Sex mit einer 14-jährigen Schülerin verurteilt worden. Das relativ milde Urteil – der Staatsanwalt hatte eine Haftstrafe von fünf Jahren beantragt – kam zwei Tage, nachdem der Präsident Emmanuel Macron Sex mit einem Kind unter 15 Jahren als Vergewaltigung bezeichnete.

Rechtsanwälte der Familie des Mädchens forderten eine neue Ermittlung, weil die Polizei die Ernsthaftigkeit des Falles nicht begriffen und es als eine "einfache Liebeangelegenheit" behandelt habe. Das Mädchen bestand darauf, dass beide Partner ineinander verliebt waren. Als aber ihr Stiefvater herausfand, wie alt ihr "Freund" war, alarmierte er die Polizei. "Sie ist ein Kind, das an die Liebe mit dem großen Buchstaben "L" glaubt. Als Lehrer hat er das gewusst und ausgenutzt, um meine Tochter zu verführen", sagte ihre Mutter der Nachrichtenagentur AFP.

In Frankreich wird Sex mit Minderjährigen unter 15 Jahren als sexuelles Delikt oder sexuelle Belästigung eingestuft und kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden. Das Gesetz behandelt eine solche Tat nicht als Vergewaltigung, nur wenn es einen Beweis für eine Gewaltanwendung gibt.

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