Chinesen begeistern sich zunehmend für Schinken - und sorgen für Engpässe bei Spaniern

Chinesen begeistern sich zunehmend für Schinken - und sorgen für Engpässe bei Spaniern
Chinesen begeistern sich zunehmen für Schinken - und sorgen für Engpässe bei Spaniern
Das kulinarische Markenzeichen und Stolz Spaniens – der Ibérico-Schinken (Jamón Ibérico) – kann im Herkunftsland bald schwer zu finden sein. Die gestiegene Nachfrage chinesischer Feinschmecker ist gerade dabei, das Angebot zu übersteigen, was die Preise für die Delikatesse in die Höhe schnellen lässt und spanischen Familien kurz vor Weihnachten ernsthafte Schwierigkeiten bereitet.

Die andauernde Wirtschaftskrise in Spanien habe die Exporte seiner Produktion in das Ausland forciert, was vielen Menschen den Zugang zu der Feinkost erleichtert hat, sagte der Export-Chef des spanischen Unternehmens Cinco Jotas, René Lemée, im Interview mit der Zeitung El Pais. Am meisten beliebt unter chinesischen Kennern ist dabei der iberische Eichelschinken (Jamón Ibérico de Bellota), dessen Herstellung sehr aufwendig und damit teuer ist.

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Dem Geschäftsführer der Firma Shanghái de Delaiberia Gold, Roberto Batres, zufolge werde die Tendenz definitiv zu einem Preisanstieg in Spanien führen. "Die Unternehmen, die nach China exportieren dürfen, haben nicht genug Jamón de Bellota, um die chinesische Nachfrage zu decken", so Batres weiter. Wie die Zeitung The Guardian berichtet, drohe dem Ibérico-Schinken in diesem Zusammenhang nun eine Preiserhöhung von gut zehn Prozent.