Muslimische Staaten gründen Allianz gegen internationalen Terrorismus

Muslimische Staaten gründen Allianz gegen internationalen Terrorismus
Muslimische Staaten gründen Allianz gegen internationalen Terrorismus
Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hat während des Eröffnungstreffens einer neuen islamischen Anti-Terror-Allianz die Verfolgung des internationalen Terrorismus versprochen. Die größte Gefahr, die von extremistischen Terroristen ausgehe, sei nicht nur der Tod Unschuldiger, sondern auch die Zerstörung der Reputation der Religion, zitiert die staatliche saudische Presseagentur SPA den Kronprinzen.

Erstmals trafen sich in der saudischen Hauptstadt Riad die 41 Mitglieder der Islamischen Militärischen Anti-Terror-Koalition (IMCTC). Die Allianz soll nach eigener Aussage die Kooperation der überwiegend muslimischen Staaten im Kampf gegen internationalen Terrorismus erleichtern.

Das erste Treffen des Bündnisses gab es zwei Tage nach dem verheerenden Anschlag auf eine Moschee im Norden der ägyptischen Sinai-Halbinsel, bei dem mindestens 305 Menschen starben. "Dies ist ein sehr schmerzhafter Zwischenfall, der uns stark an die Gefahren des radikalen Extremismus erinnert", sagte Mohammed bin Salman.

Saudi-Arabien hatte bereits im Dezember 2015 die Einrichtung des Bündnisses verkündet, nur wenige Monate, nachdem das Land die Führung einer sunnitischen Militärkoalition im Jemen übernommen hatte. Der überwiegend schiitische Iran und regionale Konkurrent Saudi-Arabiens ist nicht Teil der Allianz. (dpa)

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