Simbabwes neuer Präsident Mnangagwa vereidigt

Simbabwes neuer Präsident Mnangagwa vereidigt
Simbabwes neuer Präsident Mnangagwa vereidigt
Drei Tage nach dem Rücktritt von Simbabwes Langzeitpräsidenten Robert Mugabe übernimmt dessen Nachfolger Emmerson Mnangagwa die Amtsgeschäfte. Der frühere Vizepräsident wurde am Freitagmorgen öffentlich vereidigt. Mnangagwa wird das Land bis zu den für nächstes Jahr geplanten Wahlen führen. Der 75-Jährige gehört seit Jahrzehnten zur politischen Elite des Landes im südlichen Afrika. Er war lange Jahre Mugabes rechte Hand.

Der 93-jährige Mugabe war am Dienstag zurückgetreten. Damit kam er einer Amtsenthebung durch das Parlament zuvor. Vergangene Woche hatte das eng mit Mnangagwa verbundene Militär die Macht übernommen. Die Generäle stellten Mugabe unter Hausarrest. Bisherige Unterstützer des Präsidenten wandten sich daraufhin in Windeseile von ihm ab. Mugabe war in Simbabwe seit 1980 an der Macht. Unter seiner Führung wurde aus der früheren Kornkammer der Region ein Armenhaus.

Viele Simbabwer erwarten Mnangagwas Antrittsrede mit Spannung. Zum einen wird damit gerechnet, dass sich der Präsident dazu äußern wird, wann sich das Militär wieder aus dem politischen Geschehen zurückziehen wird. Zudem ist fraglich, ob Mnangagwa die Opposition an seiner Regierung beteiligen wird, um im nächsten Jahr wirklich freie und faire Wahlen zu ermöglichen. (dpa)

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