Japanischer Architekt bekommt Preis für Papphäuser für Flüchtlinge

Japanischer Architekt bekommt Preis für Papphäuser für Flüchtlinge
Japanischer Architekt bekommt Preis für Papphäuser für Flüchtlinge
Der japanische Architekt Shigeru Ban hat für sein soziales Engagement den Mutter-Teresa-Preis erhalten. Die Verleihung der Auszeichnung, die an Aktivisten, Friedensstifter und Hilfeleister verliehen wird, soll am 10. Dezember in Mumbai stattfinden. Der Baumeister ist für seine einfachen und billigen Konstruktionen aus Pappe und Bambus bekannt.

Shigeru Ban begann mit seinem humanitären Engagement im Jahr 1994 als Reaktion auf den Völkermord in Ruanda. Im Jahr 1995 setzte er vor dem Hintergrund des verheerenden Erdbebens von Kobe seine karitative Arbeit fort. In den letzten gut 20 Jahren bereiste er als Berater des Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen die ganze Welt, um einfache und billige Behausungen zu entwerfen und zu errichten. Zurzeit arbeitet der Architekt am Design für 20.000 Unterkünfte für Flüchtlinge in Kenia.

Der Japaner hat inzwischen viele Nachfolger. Momentan wird in Thailand ein Projekt für Flüchtlinge aus dem benachbarten Myanmar umgesetzt. Das von dem chilenischen Architekten Sebastián Contreras entwickelte Konzept heißt "Dachhaus". Dabei werden Schilf, Eukalyptus-Holz und wiederverwertete Stoffe benutzt. (Lenta.ru/Designboom)

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