Israel will 40.000 afrikanische Flüchtlinge in Drittländer abschieben

Israel will 40.000 afrikanische Flüchtlinge in Drittländer abschieben
Israel will 40.000 afrikanische Flüchtlinge in Drittländer abschieben
Israel will rund 40.000 im Land verbleibende afrikanische Flüchtlinge in Drittländer abschieben. Dies kündigte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag bei einer Sitzung seiner Regierung in Jerusalem an. Israel betrachtet die vor allem aus Eritrea und dem Sudan stammenden Flüchtlinge als illegale Einwanderer. Asylanträge werden nur in extrem seltenen Fällen gebilligt.

Netanjahu sprach von einer dreistufigen Politik in der Frage. Mit dem Bau einer Sperranlage an der Grenze zu Ägypten sei der Zustrom von Flüchtlingen praktisch auf null zurückgegangen. Rund 20.000 „Eindringlinge“ aus Afrika seien bereits abgeschoben worden. Die dritte Phase der „intensivierten Abschiebung“ sei durch eine internationale Vereinbarung möglich. Nach Medienberichten handelt es sich um eine Absprache mit Ruanda und Uganda. Im Zuge des Abschiebungsplans will Israel binnen weniger Monate das umstrittene Internierungslager Cholot in der Negev-Wüste schließen. Viele Migranten leben auch in ärmlichen Vierteln im Süden Tel Avivs, es kommt immer wieder zu Spannungen mit israelischen Einwohnern. (dpa)

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