Baden-Württemberg: Übergroßer Christbaum löst Polizeieinsatz aus

Baden-Württemberg: Übergroßer Christbaum löst Polizeieinsatz aus
Baden-Württemberg: Übergroßer Christbaum löst Polizeieinsatz aus
Ein übergroßer Weihnachtsbaum hat in der Kleinstadt Kandern in Baden-Württemberg einen Polizeieinsatz ausgelöst. Der Fahrer eines landwirtschaftlichen Gespanns habe die Ausmaße der Tanne offenbar völlig unterschätzt, teilte die Polizei mit. Während der Fahrt beschädigte der Christbaum mehrere Verkehrsschilder und ein Brückengeländer. Entgegenkommende Fahrzeuge mussten bremsen und ausweichen. Die alarmierte Polizei kam dem Fahrer auf die Spur, indem sie den abgerissenen Tannenzweigen folgte.

Den Mann erwarte nun ein Strafverfahren wegen Unfallflucht und diverser Ordnungswidrigkeiten.

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Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit Weihnachtsbäumen rufen neulich immer mehr Analysen und Aufsehen hervor. So haben Forscher einen Weihnachtsbaum im Windkanal getestet und kommen zu beunruhigenden Ergebnissen: Ein zehn Meter hoher Christbaum müsse mit etwa 10 000 bis 12 000 Kilogramm Gewicht verankert werden, damit er bei kräftigem Wind nicht umkippe, teilte die Fachhochschule Aachen zu den Berechnungen mit.

Anders als in der Natur seien Christbäume auf dem Weihnachtsmarkt stark fixiert und könnten nicht so nachgeben wie ein in Erdreich verwurzelter Baum, erklärte Professor Frank Janser vom Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik an der Fachhochschule.

Der Versuch wurde in einem Windkanal der Fachhochschule durchgeführt, in dem normalerweise Luft- und Raumfahrt- sowie Automobil- und Motorradtechnik getestet wird. Die 1,20 Meter lange Spitze einer Nordmanntanne wurde Windgeschwindigkeiten von über 80 Kilometern pro Stunde ausgesetzt. Das Ergebnis lasse sich auf große Bäume hochrechnen, sagte Janser.

Der Aachener Einzelhandelsverband hatte die Wissenschaftler um die Berechnung für den anstehenden Weihnachtsmarkt gebeten. (dpa)

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