Zu Unrecht verurteilter Schwede bekommt zwei Millionen Euro Entschädigung nach 13 Jahren in Haft

Zu Unrecht verurteilter Schwede bekommt zwei Millionen Euro Entschädigung nach 13 Jahren in Haft
Ungerecht verurteilter Schwede bekommt zwei Millionen Euro Entschädigung nach 13 Jahren in Haft
Der Schwede Kaj Linna, der im Jahr 2004 ungerecht zu einer lebenslanger Haft verurteilt worden war, soll eine Rekordentschädigung im Umfang von 20 bis 25 Millionen Schwedische Kronen (2 bis 2,5 Millionen Euro) bekommen. Diese Summe umfasst den Ertragsausfall sowie eine Entschädigung für die fehlerhafte Einsperrung im Laufe von 13 Jahren.

Linna wurde für einen brutalen Mord verurteilt, der in einer Farm im Dorf Kalamark verübt wurde. Der Mann wies alle Vorwürfe zurück, doch ein Gericht sprach ihn schuldig. Sein Verfahren wurde überprüft, nachdem der Podcast Spår, der über größere Gerichtsprozesse erzählt, eine eigene Ermittlung durchgeführt hatte. Die Autoren des Podcasts stellten fest, dass das Gericht eine Reihe von Indizien nicht berücksichtigt hatte. Außerdem wurden Widersprüche in Aussagen von Zeugen entdeckt. Rechtsanwälte von Kaj Linna schlossen diese Angaben zu den Akten an und konnten ihren Mandanten vom Vorwurf freisprechen. Linna wurde im Sommer 2017 aus der Haft entlassen. 

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