Gewaltausbruch in Mexiko führt zu Überfüllung und Schließung von Leichenhäusern

Gewaltausbruch in Mexiko führt zu Überfüllung und Schließung von Leichenhäusern
Gewaltausbruch in Mexiko führt zu Überfüllung und Schließung von Leichenhäusern
In einem der gefährlichsten Bundesstaaten Mexicos, Guerrero, wurden überfüllte Leichenhäuser geschlossen, nachdem deren Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlassen hatten. Sie sagen, dass sie nicht mehr neben den sich zersetzenden Leichen arbeiten können. "Sehr viel Übelkeit. Es verdirbt einem den Appetit, weil der Gestank immer bei dir ist", teilte eine Mitarbeiterin eines Leichenhauses, Laura Reyna Benjamín, einem örtlichen Fernsehsender mit.

Jeden Tag werden acht bis zehn neue Leichen eingeliefert. In einem der Leichenhäuser der Hauptstadt des Bundesstaates, Chilpancingo, befinden sich derzeit mindestens 600 Leichen, obwohl die Einrichtung nur 200 aufnehmen kann. Die Gewalt in dieser Provinz leerte ganze Dörfer, Schulen sich geschlossen, der öffentliche Verkehr funktioniert nicht mehr. Seit mehreren Jahren führt Mexiko den Kampf gegen die organisierte Kriminalität, vor allem gegen Drogenhändler.

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