Überwachung unter Wasser: Schweizer Forscher entwickeln Spionage-Roboter für Fische

EPFL.ch
Überwachung unter Wasser: Schweizer Forscher entwickeln Spionage-Roboter für Fische
Wissenschaftler von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben einen Roboterfisch entwickelt, der seine „Artgenossen“ beobachten soll. Mit Hilfe des künstlichen Zebrabärblings wollen die Forscher mehr über die Kommunikation und Entscheidungsfindung in Fischschwärmen erfahren. Obwohl der Roboter etwas größer als die lebendigen Zebrafische ist, kann er Fischgruppen erfolgreich unterwandern uns sogar ihr Verhalten ändern.

Die Spezies Danio rerio wurde für die Studie nicht von ungefähr ausgewählt: Ihre Schwärme neigen zu öfteren Richtungswechseln und raschen Fortbewegungen. Die wissenschaftliche Gruppe um Professor Francesco Mondada ließ den sieben Zentimeter großen Spionage-Roboter zusammen mit Zebrabärblingen unter anderem in labyrinthartigen Aquarien schwimmen. Damit die Fische das Gerät für ihren Artgenossen hielten, bemalten die Forscher den Spion in für die Spezies typischen Farben, befestigten an seinem Rumpf künstliche Schwimmflossen und errechneten die in den Schwärmen übliche Fortbewegungsgeschwindigkeit. Im Laufe des Experiments konnte der Roboter seine "Mitfische" beeinflussen, indem er ihre Route änderte. Die Tiere folgten dem Roboter anscheinend gerne. (TJournal.ru)

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