Zombie im Weltall: Wissenschaftler entdecken Stern, der nicht sterben will

Zombie im Weltall: Wissenschaftler entdecken Stern, der nicht sterben will
Zombie im Weltall: Wissenschaftler entdecken Stern, der nicht sterben will
Eine Gruppe der Astronomen aus der Universität California unter Führung von Iair Arcavi hat einen "Zombie"-Stern entdeckt – die untypische Supernova iPTF14hls. Dieses astronomische Objekt hatte im Jahr 2014 eine katastrophale Explosion erlebt. Experten hatten damals vermutet, dass das ein massenreicher Stern war, dessen Lebenszeit durch diese Explosion mit der enormen Leuchtkraft zu Ende kam. Solche "neuen Sterne" verschwinden normalerweise im Laufe von mehreren Monaten.

Doch nach 100 Tagen war der Stern noch so hell wie nach eigentlich 30 Tagen. Auch nach zwei Jahren änderte sich wenig - die Supernova sah so aus, als wäre die Explosion erst 60 Tage her. Nun stellt diese dauerhafte Supernova eine echte Herausforderung für die Wissenschaftler dar. Sie gehen davon aus, dass die ungewöhnlich lange Lebenszeit von iPTF14hls durch zwei Faktoren erklärt werden kann. Wahrscheinlich ist es eine pulsierende Paar-Instabilität-Supernova. Dabei wird die Gravitation durch den inneren Druck der Gamma-Strahlen ausbalanciert. Der Stern erlebt eine Serie von Explosionen, bevor er sich in ein Schwarzes Loch verwandelt. Laut der zweiten Vermutung wurde die Supernova zu einem sich schnell drehenden Neutronenstern. Die Energie der Rotation transformiert sich in diesem Fall in  Lichtenergie.

Astronomen zufolge gibt es ein weiteres seltsames Merkmal: Das im Jahr 2014 entdeckte Objekt befindet sich genau dort, wo im Jahr 1954 schon eine andere Supernova beobachtet worden war. Die Wahrscheinlichkeit, dass es das gleiche Objekt ist, ist sehr hoch.

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